Film Postproduction Deluxe

23. Juni 2015|

Die Produktion unseres 16mm Films „Relapse“ war ein großes Abenteuer (das ihr hier im Detail nachverfolgen dürft).

Die Suche nach geeignetem Filmmaterial, eventuellen Sponsoren und eben auch einer Entwicklungs- und Digitalisierungsfirma erwies sich als steinig und langwierig. „DeJonghe Film Postproduction“ kam zur rechten Zeit, überzeugte mit fantastischem Support, Schnelligkeit und ebenso Qualität. Die Produktion ging zuende und zurückblickend auf geschätzte 50 Email-konversationen zu jedmöglichem, für uns unterstützenden Thema und neugierig auf Mensch und Maschine bat ich um eine Besichtigung des Werkes in Kortrijk, Belgium: Of course, you’re welcome!

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Am 19.06.15 war es dann soweit und nach 3 stündiger Fahrt durften wir in einer kleinen Gruppe von Filmfreunden der FH-Aachen das Werk in Kortrijk, Belgien betreten.

Das Familienunternehmen „DeJonghe“ gibt es bereits seit 1973 und ist eines der letzten Kopierwerke überhaupt. Es bietet sämtliche Dienstleistungen inhouse an. Bei unserem Auftrag handelte es sich um 16mm Film, den wir als Negativ entwickeln und in einer 1080p Auflösung scannen ließen, ziemlich easy also. Möglich ist aber beinahe alles, was gewünscht wird: Entwicklung und Behandlung verschiedenster Formate, Blowups, Telecine, Scan, digitale und analoge Farbkorrektur etc…

Ausserdem bietet „DeJonghe“ derzeit wieder die Lieferung von Kodak Filmmaterial an – wenn man das früher gewusst hätte, es hätte uns Wochen an Arbeit erspart!

Bei der Führung wurden sämtliche Schritte von Entwicklung bis Scan, verschiedene Arbeiten und Gerätschaften erklärt und ich würde mir wünschen, dass ich mit meinem begrenzten Fachwissen auch nur 5% von dem wiedergeben könnte. Sehr schön war zu beobachten, dass die technischen Details spätestens nach wenigen Minuten immer in Erklärungen übergingen, warum diese ganze Arbeit überhaupt geleistet wird und das Medium Analog-Film so wertvoll ist.

Keine Frage, hier sind Menschen mit ganz viel Ahnung, vorallem aber ganz viel Liebe am Werk, die Ausschweifungen klangen wie Musik in meinen Ohren.

Ein schönes Highlight war die Wiedergabe von  studentischen Arbeiten in einem der beiden internen Vorführräume. Diese Arbeiten umfassten gänzlich analog gelöste Szenen in verschiedenen Lichtsituationen, aufgenommen auf SUPER-16 und projeziert als 35mm Blowup. Das Detailreichtum dieses Materials war Wahnsinn!

Nach dieser hochinteressanten Führung und der warmherzigen Gastfreundschaft fiel der Abschied doch etwas schwer. Dazu kommt noch der monatelange Kontakt und Unterstützung per Mail, das hinterlässt eben ihre (positiven) Spuren. Immerhin verließen wir die Ortschaft nicht ganz allein, im Gepäck die gesammelten Filmrollen, die sich jetzt wohl vorerst als prima Souvenir machen werden. In 20 Jahren erfolgt dann der ultimate 32k-Scan…höchstwahrscheinlich erstellt von DeJonghe!

Ein großes, großes Dankeschön an Kaat Dejonghe, Aaike Dejonghe und Dirk Dejonghe

www.postproduction.be