Gizmodrome (Aschaffenburg) – WOW

6. März 2018|

Gizmodrome in Aschaffenburg

Da weiss man garnicht wo man anfangen soll!

Vor wenigen Tagen habe ich beim durchforsten des Internets ganz nebenbei gelesen, dass die „Prog-rock“ Band (mag falsch sein, aber was zum Geier macht diese Band eigentlich?) „Gizmodrome“ (Stewart Copeland, Adrian Belew, Mark King & Vittorio Cosma) für ein einziges Konzert nach Deutschland kommen würden. Ich hatte zuvor schon überlegt ob die Band einen Besuch in London wert wäre, aber Aschaffenburg als Ziel erschien mir hinsichtlich des Treffens einer meiner großen Musikerhelden doch wirklich als Katzensprung.

Unsere Ankunft in der schönen Location „Colos-saal“ war zeitgleich mit Ankunft der Band, weshalb meine Snaredrum nun auch gleich um eine Signatur verschönert werden konnte. Lacht ruhig, liebe Leute…Stewarts Musik und sein Drumming begleiten mich praktisch seit Tag 1 meines eigenen Schlagzeugspiels und ich kann garnicht schätzen wieviele Stunden der Mann mir damit Inspiration, Kopfzerbrechen und vorallem Freude geliefert hat. Bietet sich da die Möglichkeit einen solchen persönlichen Helden und – um das mal klar zu sagen – einer Legende die Hand zu schütteln, ist das einfach großartig.

Gizmodrome Aschaffenburg

Die Band startete pünktlich und es war einfach ein riesiger Spaß, sowohl musikalisch, wie seitens des Entertaining, das Copeland und seine Bandkollegen an den Tag bzw. Abend gelegt haben. Ich habe selten eine Band gesehen, die ganz augenscheinlich mindestens soviel Freude am Spiel hatten, wie das Publikum beim Zuhören.

Stewart schlägt hart, sehr hart, aber trotz des „Wahnsinns“, den der 65-jährige hinterm Kit versprüht, lässt er jede Menge Luft für die anderen Instrumente und Musiker. Die Snare ist bis zum geht-nicht-mehr angezogen, das 10er Tom ist sehr hoch gestimmt, die anderen Trommeln befinden sich im mittelhohen Rocktuning. Im Mix sind vorallem Snare und Becken betont, die Bass spielt hier keine große Rolle. Alles nichts neues, wenn man Stewarts Sound kennt.

Nach etwa 2 Stunden von diversen Eigenkompositionen und ein paar eigens interpretierten Klassikern (u.a. hört mein Police-geschultes Ohr „Miss Gradenko“, „Does everyone stare“,“Bombs Away“) endet das Konzert und hinterlässt ein großes Lächeln auf allen Gesichtern.

Hinter der Theke sind Stewart und Vittorio Cosma noch einmal kurz zum Signieren und Plaudern anzutreffen. Auf mein Lob zur Show hin entgegnet Stewart „…ich hab heute die Hölle aus dem Kit geprügelt. Ich weiss nicht wie es den anderen Leuten geht, aber ich hatte heutabend wirklich eine Menge Spaß!“.

(Mein großer Dank gilt dem Drummerkollegen, der mir ohne zu Zögern einen Stick abgegeben hat.)

 

Nachtrag (Adrian Belew, Facebook):

last night in Aschaffenburg. another very happy audience. the first two rows of people seemed to know every word of the Gizmodrome record!today we fly to London and tomorrow we play our final warm-up show.

Posted by Adrian Belew on Dienstag, 6. März 2018

 

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